Am 25. Juni 2015 fand in den AWO-Räumen in Witzenhausen das erste Seminar „Made in Germany“ – Europäische und deutsche Geschichte, Kultur und Politik statt.

Die Idee zu diesem Seminar für Flüchtlinge im Werra-Meißner-Kreis stammte ursprünglich von AWO-Flüchtlingsbetreuer Torben Linde. So eröffnete er die Veranstaltung mit den Worten: „Es ist wichtig, die Geschichte eines Landes in dem man lebt, zu kennen. Dies wird Ihnen helfen, Deutschland und seine Menschen besser zu verstehen.“

Für 20 Flüchtlinge aus Eritrea, Pakistan, Albanien und Syrien wurde zunächst in Wort und Bild dargestellt, was es mit Bismarck, dem Dreikaiserjahr und den beiden Weltkriegen auf sich hat. Hierbei wurde auch ausführlicher thematisiert, wie der Holocaust im Schatten des 2. Weltkrieges systematisch betrieben wurde und was die Stolpersteine in Witzenhausen damit zu tun haben.

Besonders interessiert zeigte sich die Gruppe an der Wiedervereinigung und den Bildern von überschwänglich feiernden Deutschen und ihrer friedlichen Revolution. Sie erfuhren, was Presse- und Reisefreiheit bedeuten und wie wichtig es ist, als Bürger gemeinsam Verantwortung zu übernehmen und für Werte einzutreten. So war sich die Teilnehmenden einig darin, dass es auf das Verhalten ankommt und nicht auf Hautfarbe, Herkunft, Muttersprache oder Religion.

Eine rundum gelungene Pilotmaßnahme des IBZW in Zusammenarbeit mit der AWO - Arbeiterwohlfahrt Werra-Meißner-Kreis e.V.. Gefördert vom Verein für Regionalentwicklung und dem Werra-Meißner-Kreis sind weitere 3 Seminare bereits in Planung.